Teil 1: Perth und die Nordroute


Samstag, 4.11.06

Abflug in München Um zwölf Uhr starteten wir zu unserer Westaustralienreise. Zuerst ging es mit der S-Bahn zum Flughafen. Bei den Sicherheitskontrollen war wieder einmal das volle Programm angesagt. Mit einem Airbus A340-300 der Emirates starteten wir zu unserem ersten Flug nach Dubai. Obwohl wir mit etwas Verspätung in München gestartet waren, mussten wir in Dubai noch mehrere Warteschleifen drehen, bis wir dort gegen Mitternacht Ortszeit landen konnten. Die Verpflegung auf dem Flug war recht gut gewesen und die Zeit war uns auch nicht lang vorgekommen.

 

Sonntag, 5.11.06

Die Zeit bis zum Weiterflug nach Perth um 2:35 Uhr verging ziemlich schnell, und so starten wir mit einer Boeing 777 zu unserem längsten Flug über 10 ½ Std. nach Perth. In dieser Maschine war das Unterhaltungsprogramm wesentlich besser als im A340 nach Dubai. Dennoch schliefen wir erst mal ein paar Stunden. Nach dem Frühstück, das nicht so überzeugte, war noch Zeit, um zwei Filme anzuschauen bis wir um Anflug auf Perth 17 Uhr Ortszeit in Perth landeten. Die Einreiseformalitäten waren recht zügig erledigt - nur bei der Beschaffung von Bargeld hatten wir einige Probleme, da meine Postbank-Karte nicht funktionierte. Vom Flughafen fuhren wir mit dem Taxi zu unserem B&B, dem Caesia House in Nedlands, das wir von Zuhause aus gebucht hatten. Zum Empfang gab es ein kühles Bier und selbstgemachte Zitronenlimonade. Wir machten noch einen Spaziergang in der näheren Umgebung und aßen in Greco´s Cafe eine leckere Prawn-Platte zu Abend.

 

Montag, 6.11.06

Caesia House Nach einer etwas unruhigen Nacht waren wir um halb acht Uhr einigermaßen munter. Wir frühstückten im Garten mit Croissants, Toast, Marmelade sowie frischem Obst und probierten die Macademia-Nüsse, die hier im Garten wachsen. Mit dem Bus fuhren wir zum Kings-Park, wo wir bis Mittag herumliefen. Auf dem Weg in die Innenstadt versuchten wir beim RAC (dem Australischen Automobilclub) Straßenkarten zu bekommen - den Umweg hätten wir uns auch sparen können. In der City aßen wir im Mc Donalds zu Mittag und suchten die Touri Info auf. Auf dem Weg zum Ferry Terminal kauften wir Sonnencreme und einen Hut für mich.

Skyline Perth Perth Kings Park Perth City Die vorletzte Fähre nach Fremantle hatten wir verpasst und die letzte war für eine geschlossene Gesellschaft reserviert. Also liefen wir zurück zum Bahnhof und fuhren mit dem Zug nach Fremantle. Dort spazierten wir ein wenig herum und aßen im Hafen mäßige Fish & Chips zu Abend. Mit dem Bus ging es wieder zurück zu unserem B&B. Den ganzen Tag über war es ziemlich warm und sonnig gewesen und wir genossen den Abend bei Mondschein im Garten. Später wurde uns noch angeboten den Pool zu nutzen, wovon wir auch sofort Gebrauch machten.
Fremantle Fremantle Naval Museum Fremantle Harbour

 

Dienstag, 7.11.06 - 293 km

Brand Highway Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Taxi zu Trailmaster, um unseren Camper abzuholen. Wir wurden vor die schwierige Wahl gestellt, einen neuen kleineren Toyota Benziner oder den gebuchten alten Mercedes Diesel zu nehmen. Aufgrund des niedrigeren Spritverbrauchs und der hohen Versicherungsselbstbeteiligung entschieden wir uns für den Benz, der schon einige Schrammen hatte. Wir verließen Perth über das Swan Valley und kauften in Midlands erst mal das Notwendigste ein. Nachdem wir auch eine Tankstelle gefunden hatten, ging es auf dem Brand Highway Richtung Norden. Bei unserem ersten Picknickstop wurden wir von unzähligen Fliegen heimgesucht. Die Pinnacles Desert im Nambung Nationalpark erreichten wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Ein Bus Japaner war auch bereits da. Wir liefen bis zum Einbruch der Dunkelheit zwischen den Pinnacles herum und konnten uns einer gewissen Schadenfreude nicht erwehren, als sich der Japanerbus im Sand eingegraben hatte.

Pinnacles Desert Pinnacles Desert Pinnacles Desert

Nicht ohne Grund war die Straße im Park für Busse gesperrt. Zum Übernachten fuhren wir in die 6 km entfernte Hangover Bay. Unterwegs hoppelten mehrere Känguruhs vor uns auf der Straße herum. Das BBQ in der Bay funktionierte leider nicht, so dass wir unsere Steaks in der Pfanne braten mussten. Zum Übernachten waren wir dann ganz alleine in der Bay.

 

Mittwoch, 8.11.06 - 396 km

Am frühen Morgen fuhren wir nochmals in die Pinnacles Desert und waren dort fast alleine.

Pinnacles Desert Pinnacles Desert Pinnacles Desert

Später kehrten wir in die Hangover Bay zurück und frühstückten. Anschließend waren wir im recht frischen Meer schwimmen.

Hangover Bay Tannenzapfenskink Hangover Bay

Wir machten uns dann auf den Weg nach Kalbarri. Die Fahrt war größtenteils öde und sehr langweilig. Leaning Tree Green Head Am Green Head stoppten wir kurz und fuhren dann nach Greenough zu den fast waagerecht wachsenden Flußeukalyptus-Bäumen weiter. In Geralton kauften wir nochmals ein und stärkten uns bei Mc Donalds. Von hier aus waren es noch 150 km bis nach Kalbarri. Kalbarri Kalbarri Dort quartierten wir uns auf dem Campingplatz ein und sahen uns den Sonnenuntergang an. Am diesmal funktionierenden BBQ grillten wir das in Geralton erstandene Känguruh-Filet. Zum Essen öffneten wir auch unseren 4l-Wein-Karton - gar nicht so schlecht...

 

Donnerstag, 9.11.06 - 98 km

Pelikanfütterung Kalbari Pelikanfütterung Kalbari Vor dem Frühstück besuchten wir die Pelikan-Fütterung, die direkt vor unserem Campingplatz stattfand. Es kamen insgesamt vier große Brillenpelikane. Zum Frühstück gab es eine reife Mango und Joghurt - 97% fat-free. Hier ist wohl auch diese Bezeichnung anders herum als daheim. Kurz vor Mittag brachen wir in den Karbarri Nationalpark auf. Zum "The Loop" waren es 27 km sandige Gravel Road.

Strasse im Kalbarri N.P. Kalbarri N.P. - The Loop Kalbarri N.P. - The Loop

Dort war es sehr heiß und an die 8 km lange Loop-Wanderung war nicht zu denken. Hierher hätten wir in den frühen Morgenstunden kommen sollen. Wir picknickten im schattigen Unterstand und gingen dann nur zum Nature's Window. Die ganze Zeit wurden wir von vielen Fliegen belästigt. Auf der Rückfahrt sahen wir zwei Känguruhs.

Kalbarri N.P. Kalbarri N.P. - Natures Window Kalbarri N.P. - Kangaroo

Wir fuhren zum Red Bluff Beach, wo uns die Brandung aber zum Baden zu stark war. Vom Red Bluff Lookout hatten wir eine gute Aussicht auf Kalbarri. Den nahegelegenen Weg zum Mushroom Rock machten wir nur halb, da wir uns für das falsche Schuhwerk entschieden hatten. Wir sahen zwei Känguruhs, die aber im Gegenlicht verschwanden. Zurück am Auto wurde das Wetter schlechter.

Kalbarri N.P. - Red Bluff Lookout Kalbarri N.P. - Galahs Kalbarri N.P. - Red Bluff Lookout

Heute fuhren wir auf den Ancoridge Campground, weil es dort einen Pool gab in den wir auch gleich reinhüpften, bevor es leicht zu regnen begann. Das BBQ war von einer organisierten Hamburger-Grillaktion belegt, so dass wir heute nicht selber grillen können. Die Burger für 2 AUD waren sowohl im Geschmack als auch in der Größe mager, sodass wir uns im Camper noch eine Portion Nudeln mit Ei machten.

 

Freitag, 10.11.06 - 95 km

Kalbarri - Rainbow Jungle Kalbarri - Rainbow Jungle Vor dem Frühstück sprangen wir nochmals in den Pool und fuhren dann zum Rainbow-Jungle, einem privaten Vogelpark mit vielen Papageien. Wir brauchten drei Stunden bis wir überall durch waren. Zum Mittagessen fuhren wir zurück in den Ort Kalbarri. Das Lunch im Echo-Bar Cafe fiel dann riesig aus. Andrea hatte einen Fish-Burger und ich einen Beef Wok. Nachdem die Mittagshitze vorbei war, fuhren wir an den Hawks Head und zum Ross Graham Lookout im Nationalpark. Die Wanderung an den Fluss war aber nur 300 m lang und so waren wir schon ziemlich früh zur Weiterfahrt zurück und erreichten unseren geplanten Übernachtungspunkt, das Galena Bridge Rest Area - einen 24h Rastplatz am Highway - schon lange vor Sonnenuntergang. Hier war auch ziemlich viel los, was sich aber bei der Größe des Bereichs am Murchison River nicht negativ auswirkte.

Kalbarri N.P. - Hawks Head Kalbarri N.P. - Ross Graham Lookout Galena Bridge Rest Area

 

Samstag, 11.11.06 - 334 km

Hamelin Pool - Stromatolithen Hamelin Pool Telgraph Station Heute Morgen standen wir sehr früh auf und sind nach dem Frühstück bereits um 9 Uhr weitergefahren. Beim Overlander Roadhouse bogen wir zur Shark-Bay ab. Unterwegs ist uns der erste Emu über den Weg gelaufen. Bei Hamelin haben wir uns die Stromatolithen angeschaut und sind dann zum Shell Beach weitergefahren. Wir haben auf einem Viewpoint Parkplatz Mittag gemacht und uns dann am Eagle Bluff den Campground angeschaut. Shark Bay - Shell Beach Da es aber noch 20 km nach Denham waren, wo wir uns das Camping-Permit hätten holen müssen, haben wir uns entschieden, in Denham zu übernachten. Vorher wollten wir noch im Meer baden und fuhren zur Little Lagoon, die aber zum Schwimmen dann viel zu seicht war. Also wählten wir für die Übernachtung den Shark Bay Campground, weil es dort einen Pool gab. Der war dann auch sehr schön und schön warm. Wir spazierten noch durch Denham auf der Suche nach der aus Muscheln erbauten Kirche - fanden sie aber nicht. Zum Abendessen gab es am BBQ Hühnchenspieße mit Kartoffeln, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Champignons - sehr lecker.

 

Sonntag, 12.11.06

Morgens wurden wir von den Krähen geweckt. Da wir aber früh aufstehen wollten, war das nicht so schlimm. Nach einem schnellen Frühstück im Stehen fuhren wir die 20 km nach Monkey Mia und kamen gerade rechtzeitig zur ersten Delfin-Fütterung dort an.

Monkey Mia - Delfine Monkey Mia - Delfine Monkey Mia - Delfine

Es waren 9 Tiere am Strand, die sich neugierig die Besucher ansahen und nach ein paar Fischhappen wieder verschwanden. Monkey Mia - Pelikane Dann standen die Pelikane am Strand im Mittelpunkt des Interesses. Wir machten einen Strandspaziergang und als wir wieder zurück waren, war die zweite Runde der Delfinfütterung bereits im Gange. Im Anschluss machten wir noch die 2 km lange Rundwanderung. Mittlerweile war es ziemlich heiß geworden. Wir kamen über den Strand zurück. Diesmal waren keine Delfine da. Also fuhren wir nach Denham zurück und sahen unterwegs drei Emus über die Straße rennen. In Denham fanden wir heute auch die Kirche und ein weiteres historisches Haus, das auch aus Muscheln erbaut worden war.

Denham - Emus Denham Denham

In einem Cafe aßen wir zu Mittag (Prawns und Fisch). Nach einem Tankstopp machten wir uns auf den 334 km langen Weg nach Carnarvon. Wir stoppten auf dem Weg einige Male, unter anderem am White Bluff Lookout, und kamen noch weit vor Sonnenuntergang in Carnarvon an. White Bluff Lookout Carnarvon 1-Mile Jetty Auf dem Weg hatten wir mit dem 26. Breitengrad die Grenze zum "far north-west" überschritten, was auch an einer abrupten Änderung der Vegetation zu erkennen war. Wir fuhren durch die leere Innenstadt an den 1-Mile Jetty, blieben dort aber nicht bis zum Sonnenuntergang, sondern quartierten uns auf dem örtliche Top-Tourist Campingplatz ein. Da wir schon ziemlich ausgehungert waren, machten wir uns ein Abendessen aus unseren restlichen Gemüsebeständen (auf dem BBQ) und Nudeln - wieder recht lecker.

 

Montag, 13.11.06 - 285 km

Carnarvon - OTC Dish Da wir heute Morgen kein Brot hatten, fiel das Frühstück sehr mager aus. Wir fuhren zuerst zum OTC Dish, einem alten, ausgedienten NASA-Satelliten Empfänger, der während der Apollo Missionen genutzt worden war. Danach versuchten wir in den Obst- und Gemüseplantagen einzukaufen. Es gab aber nur wenige Verkaufsstände mit schlechter oder teurer Ware. Also entschieden wir uns für den Supermarkt. Zuvor waren wir noch länger in der Touri-Info und brannten Andreas Digitalbilder auf CDs. Wir waren dann noch in einem zweiten Supermarkt (IGA), da wir beim Woolworth nicht alles bekommen hatten. Nach dem obligatorischen Tankstopp verließen wir die Stadt Richtung Norden. Am ausgetrockneten Flussbett des Gasconye Rivers machten wir ein Mittagspicknick.

Carnarvon Carnarcon - Gascoyne River Topic of Capricorn

Die 130 km bis zum nächsten Roadhouse gab es nichts außer der Straße. So ging es dann auch weiter bis Coral Bay. Unterwegs überquerten wir den "Topic of Capricorn". Coral Bay besteht nur aus zwei Campingplätzen und einigen Hotels. Wir wählten für die Übernachtung den Bayview Campground. Wir erkundigten uns nach Bootstouren für den nächsten Tag, gingen schwimmen und spazierten den Strand entlang. Mit Sonnenuntergang wurde es rasch kalt und sehr windig. Zurück am Campingplatz wollten wir Hamburger grillen. Das BBQ funktionierte trotz Einwurf eines Dollars nicht und das andere war von Deutschen belagert, die es aber nicht benutzten. Dort brieten wir dann unsere Burger. Auf dem Platz war Party wie in Rimini. Wegen unserer rücksichtslosen Nachbarn zogen wir nach zehn Uhr auf das andere Ende des Platzes um.

 

Dienstag, 14.11.06 - 207 km

Wir frühstückten heute mal wieder eine leckere Mango und verließen dann den Campingplatz. Wir hatten noch das defekte BBQ gemeldet - den Dollar aber nicht wiederbekommen. Gestern hatten wir uns schon so gut wie entschlossen die 3 Std. Schnorchel/Glasbodenboot Tour für 60 AUD zu machen. Diese wurde heute kurzerhand zur "Turtle-Tour" umgelabelt und kostete 10 AUD mehr. Wir nahmen sie trotzdem. Um 10 Uhr ging es dann am Strand los.

Coral Bay Coral Bay - Glasbodenboot Coral Bay - Schildkr├Âte

Die Korallen in Strandnähe sahen alle ziemlich tot aus. Beim ersten Schnorchelstopp war es dann besser. Die Korallen waren zwar auch nicht besonders bunt, sahen aber lebendig aus. Es warteten auch schon jede Menge Fische auf uns, die auch dann gefüttert wurden, als wir im Wasser waren - ob das so Eco war wie unsere Tour hieß? Dann ging es ans andere Ende der Bucht zu den Schildkröten. Auf dem Boot gab es Kaffee und Kekse. Es blies ein recht frischer Wind, vor dem wir aber beim Buchen gewarnt worden waren. Bei den Schildkröten durften wir nicht ins Wasser, sondern es wurde versucht, diese unter den Glasboden des Boots zu bekommen - sprich: zu überfahren. Schade - schwimmen wäre uns (und wahrscheinlich auch den Schildkröten) lieber gewesen. Nun ging es wieder zurück zum zweiten Schnorchelstopp, diesmal in der Nähe des Riffs. Wir wurden im Wasser herumgeführt und sahen etliche Fische und Korallen - Andrea sogar eine Schildkröte, die aber sofort verschwand. Wieder an Land hatten wir erst mal Hunger. Wir kauften ein völlig überteuertes Brot (3,75 AUD) und aßen die restlichen Fleischpflanzerl von gestern. Wir beschlossen nicht länger hier zu bleiben und brachen nach Exmouth auf. Im Nachhinein kann man sagen: Coral Bay hätten wir uns sparen können. Die gut 150 km waren in knapp 2 Std. erledigt. Obwohl es schon 16 Uhr war, war es hier brütend heiß. Lakeside - Cape Renage N.P. Cape Range N.P. - Lighthouse Wir besuchten die Touri Info, erkundigten uns nach dem Cape Range Nationalpark und fuhren nach einem Tankstopp gleich dorthin weiter. Am Lighthouse Viewpoint hielten wir kurz und überblickten die Ebene und das Meer. Hier war es deutlich kühler und vom Meer zogen Wolken herein. Am Parkeingang hüpfte das erste Känguruh über die Straße. Wir fuhren auf den Lakeside Campground, da hier in der Nähe auch das Visitor Center war, bei dem wir morgen Schnorchelsachen ausleihen wollten. Wir ergatterten den letzen freien von 10 Plätzen und gingen zum nahen Strand um uns durch die Wolken den Sonnenuntergang anzuschauen. Zum Abendessen gab es Schinkennudeln mit Ei.

 

Mittwoch, 15.11.06 - 44 km

Tourquise Bay Am Morgen frühstückten wir in aller Ruhe und begaben uns um 9 Uhr zum Visitor Center, Tourquise Bay - Drift Snorkeling um uns Schnorchelausrüstung auszuleihen (15 AUD für overnight). Damit fuhren wir zur Tourquise Bay und probierten es erst einmal in der strömungsarmen Bucht. Nach einem Mittagsimbiss gingen wir auf die andere Seite zum Drift-Snorkeling. Wir gingen zwei Mal am Strand aufwärts, um uns dann mit der Strömung zurücktreiben zu lassen. Hier sahen wir mindestens so viel wie auf der Tour in Coral Bay. Bei der zweiten Runde sind uns sogar zwei Riffhaie begegnet. Später fuhren wir weiter an den Yardie-Creek Campground. Unterwegs stoppten wir am Mandu-Mandu Walk-Trail, wollten uns diesen aber für den nächsten Tag aufheben, da wir heute noch den Yardie Creek Trail machen wollten. Dort sahen wir auch gleich Känguruhs und gingen bis zum Ende des Trails, jedoch ohne die hier vorkommenden Rock Wallabies zu sehen.

Cape Range N.P. - Yardie Creek Cape Range N.P. - Yardie Creek Cape Range N.P. - Yardie Creek

Zum Abendessen gab es heute Nudeln mit Tomatensoße, Champignons und Zucchini. Bei Nacht wehte ein stürmischer Wind.

 

Donnerstag, 16.11.06 - 49 km

Cape Range N.P. - Sandy Bay Vor dem Frühstück gingen wir noch mal zum Yardie Creek - fanden aber wieder nur die Känguruhs von gestern, aber keine Rock Wallabies. Beim Frühstück brannte die Sonne schon wieder ganz schön herunter und wir verspürten einen Sonnenbrand von gestern. Wir fuhren zum Mandu-Mandu-Trail, machten vorher aber noch einen Badestopp in der Sandy-Bay. Diese war genauso schön, wie die Torquise Bay - aber im Gegensatz zu dieser menschenleer. Auf dem Mandu-Mandu-Trail sahen wir dann ein Rock Wallaby und hatten einen guten Ausblick auf die Schlucht.

Cape Range N.P. - Mandu-Mandu-Trail Cape Range N.P. - Mandu-Mandu-Trail Cape Range N.P. - Mandu-Mandu-Trail

Mittlerweile war es Mittag geworden und wir fuhren nochmals in die Torquise Bay. Zum Mittagessen gab es einen leckeren Nudelsalat. Da wir seit zwei Tagen keine "powered Campsite" mehr gehabt hatten, funktionierte der Kühlschrank nur noch beim Fahren. Heute war es immer noch sehr windig und dementsprechend war der Wellengang beim Schnorcheln. Andrea hatte eine schmerzhafte Begegnung mit einer Koralle. Ich hatte eine angenehmere Begegnung mit einer Schildkröte, mit der ich eine zeitlang geschwommen bin. Für einen weiteren Schnorchelgang wählten wir die etwas ruhigere Bucht. Nun war es auch schon wieder so spät, dass wir zurück zum Visitor Center mussten, um die Ausrüstung zurückzubringen. Dort lasen wir dann, dass der Karinjini Nationalpark wegen Buschfeuern bis auf weiteres geschlossen war. Aber wir hatten uns sowieso schon entschieden, wegen der zu erwarteten Hitze nicht dorthin zu fahren. Wir fuhren nur noch ein kleines Stück zum Mesa Camp, da wir auch ohne Strom und Kühlschrank im Nationalpark bleiben wollten. Wir machten einen Strandspaziergang, bei dem es aber wieder sehr windig war. Zum Abendessen gab es Steaks aus der Pfanne und Grillkartoffeln - wir hatten unseren eingebauten Gasgrill im Camper entdeckt - sowie gebratenen Zucchini und Champignons.

 

Freitag, 17.11.06 - 462 km

Exmouth - Nacktaugenkakadus Exmouth - Emu Wir frühstückten die Reste unseres Proviants und fuhren dann nach Exmouth zurück. Im Ort liefen einige Emus umher und eine ganze Schar Kakadus tummelte sich am Sportplatz. Wir tankten den Camper auf und fuhren nach Süden. Charles Knife Road - Canyon Shothole Canyon Dort gab es noch zwei Abstecher in die Cape Range - den Shothole Canyon und die Charles Knife Road. Hier waren die Ausblicke auf die Schluchten und den Exmouth Gulf sehr spektakulär. Termitenh├╝gel Es war schon fast Mittag bis wir in Richtung Carnarvon aufbrachen. Unterwegs hielten wir noch an, um die Termitenhügel zu fotografieren. Gegen halb vier Uhr erreichten wir Carnarvon. Wir kauften beim IGA Supermarkt ein und fuhren dann wieder auf den Wintersun Campground. Dort ging es erstmal in den Pool und wir nutzen die Gelegenheit, Wäsche zu waschen. Zum Abendessen gab es Känguruh mit Kartoffeln vom BBQ sowie frischen Salat.

 

Samstag, 18.11.06 - 831 km

Wir frühstückten in aller Ruhe und machten uns nach einem Supermarkt und Tankstopp auf den Weg nach Süden. Overlander Roadhouse Overlander Roadhouse Am Overlander Roadhouse legten wir eine Kaffeepause ein, fuhren weiter nach Geralton, tankten dort auf und fuhren weiter, bis wir mit Einbruch der Dunkelheit Lancelin erreichten. Der erste von zwei Campingplätzen war voll - ein für uns ungewohnter Zustand, aber auf dem zweiten fanden wir einen Platz. Zum Abendessen waren wir im nahegelegenen Offshore Cafe bei einem lustigen Thai-all-you-can-eat. Das Wetter war den ganzen Tag über leicht bewölkt gewesen - also ideal, um eine so lange Strecke zu fahren.

 

 


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